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  • Birgit

Mein Jahresrückblick 2022

Wenn ich in drei Worten das Jahr 2022 beschreiben sollte: nasskalt - seeeehr heiß - nasskalt. Winter, Gluthitze, Winter, war da was dazwischen?? Nun, wenn ich durch meine Kalender scrolle, entdecke ich gottseidank noch ein paar mehr Dinge, die herausragen!


Schreibworkshops


Ich hatte mehrere, sehr schöne Schreibworkshops, dieses Jahr alle in der Buchhandlung Pörksen, meiner Lieblingsbuchhandlung Pörksen! Weshalb ich dort so gerne Workshops abhalte liegt daran, dass Janka und Florian den Laden mit so viel Liebe und Engagement führen. Die Buchhandlung ist längst nicht nur ein Ort ist zum Bücher kaufen, sondern sie ist eine kulturelle Oase. - Grit Pörksen, die Queen Mum Pörksen, backt außerdem zu jeder Veranstaltung ein wahnsinns leckeres Fingerfood-Buffet - wer kann dazu schon Nein sagen?


Buchtherapie


Neu in diesem Jahr war, dass ich zwei Workshops anbot in der Kategorie "Buchtherapie". Ausgangsbasis waren einmal das Märchen "Die wilden Schwäne" von Hans Christian Andersen und zum anderen der Roman "Die Mitternachtsbibliothek" von Matt Haig. Beide Workshops verbanden literarischen Motive mit biografischen Themen, die Literatur bot quasi das Sprungbrett für die Selbsterforschung des eigenen Ichs. -- Zwar hatte jeweils nur ein Bruchteil der Teilnehmenden die Geschichte bzw. das Buch vorher gelesen (*strenges Räuspern!*), aber egal, meine Schreibaufgaben sind immer so konzipiert, dass sie funktionieren, egal wie die Umstände sind :-) Für mich war es eine neue Erfahrung, Literatur mit einzubeziehen, das hat mir viel Spaß gemacht.


Garten und Fülle


Ein weiterer Workshop nahm den kleinen Garten hinter dem Laden mit ins Konzept "Der Garten, ein Spiegel der Seele". Leider war das Gras frisch eingesät, und wir hüpften auf Zehenspitzen zu den Gartentischen, wo wir schrieben. Der Pörksen-Garten, eine winzige Oase inmitten von Stuttgart-West, und kaum einer weiß davon. Fast wie im Märchen...

Im November trafen wir uns zum Thema "Aus der Fülle schöpfen", mir schien das Thema passend in diesen schwierigen Zeiten, wo alles teurer wird, und kälter und eine große Unsicherheit um sich greift. Und auch hier, wie immer, gehe ich nach einem Kurs reich beschenkt nach Hause, die Gruppe ist mir sehr ans Herz gewachsen, es berührt mich immer wieder, diese Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit und der gegenseitigen Unterstützung. Die Fülle von wärmenden Worten. Die Gruppe bei Pörksens besteht aus einem "harten Kern" von WiederholungstäterInnen und immer wieder kommen neue Menschen mit dazu. Manche kommen wieder, manche kommen nur einmal. Es ist jedes Mal eine schöne Mischung an Menschen, älteren und jüngeren, bekannten und neuen Gesichtern.



Ins Blaue


Wie bekämpft man den grauen Winterblues? Man stürzt sich in die Fluten der Stuttgarter Mineralbäder. Von Januar bis März gönne ich mir im Mineralbad Berg die wöchentliche Wassergymnastik und schwimme anschließend - so lange wie ich es aushalte - im kalten, türkisgrünen Außenbecken - ein Jungbrunnen! Danach ein Besuch im Café Schurr, um Tagebuch zu schreiben. So hält man den Winter gut aus.


Im März nahm ich Teil beim 8-Stundenschwimmen von meinem Sportverein Abseitz e.V., das macht immer einen Riesenspaß. Nette Menschen aus ganz Europa, gute Musik, ein Buffet, schwimmen, schwimmen, schwimmen - und nochmal schwimmen - eine Medaille, eine Urkunde - ein schöner Tag!


Im Sommer entdeckte ich für mich das kleine ASV-Quell-Bädle in Stuttgart-Botnang. Mit meinem (fast) neuen eBike radel ich 20 Minuten durch den Kräherwald. Im Grünen gelegen ist dieses kleine Vereinsbad mit seinen Stammgästen - ein nettes, kleines, unprätentiöses Freibad. Ein Freibädchen.


Im Herbst eröffnete endlich das nagelneue Sportbad im Neckarpark. Modern - sehr groß - mein Schwimmverein hat dort nun seine neue Heimat. Wir schwimmen samstags, vor allem aus Freude und mit Spaß. Im danebengelegenen 50 Meter-Becken-Bereich trainieren derweil die ambitionierten Schwimmvereine und die Wasserballer. Auf Pfiff ins Wasser springen und um mein Leben schwimmen, nee danke, das brauch ich nicht mehr. Ich mag meine queere Truppe, wo jede und jeder nach der eigenen Fassong schwimmt. Danach gehen wir zusammen für Kaffee und Kuchen, um die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen.


Wasser, für mich hat dieses Element etwas heilendes. Ich schwimme das ganze Jahr durch: In Hallenbädern, in Freibädern, in Mineralbädern. Im Sommer, als es so unglaublich heiß wurde in der Stadt, und erst recht in unserer Dachwohnung, da entdeckte ich das Kaltbaden für mich: Kaltes Wasser in die Badewanne laufen lassen, Eiswürfel dazu, hörbar ausatmen (quiiieek!!) und dann entspannen und genießen. Herrlich.



Ins Grüne


Neben dem Wasser muss auch unbedingt das Grün her. So gerne ich in der Stadt wohne, aber zuweilen kriege ich den Koller und ich brauche dringend eine Naturinfusion. Seit ich mein (fast) neues eBike besitze, radel ich öfter mal den Hügel hinauf, um schnell im Wald zu sein. Eine ganz tolle Bereicherung ist auch der Garten meiner Freundin Sylvia, mit dem Rad in zehn Minuten zu erradeln, und von ihrer Gartenterrasse aus hat man einen gigantisch schönen Ausblick auf den Stuttgarter Kesseln hinab. Herrlich. Oft lädt sie liebe Freundinnen ein und wir grillen, ob im Sommer oder im Winter, ein Anlass findet sich immer. Mal mit Bier, mal mit Glühwein.


Im Herbst war ich dieses Jahr viel in den Weinbergen spazieren: Kaum ist man raus aus der Stadt, befindet man sich in einer anderen Welt! Oben auf dem Rotenberg, und besonders wenn man auf der Terrasse des Bistro 1819 sitzt, fühlt man sich wie in der Toskana! Wunderschön! Gegenüber, auf der anderen Neckarseite, kann man von Hedelfingen auf die Wangener Höhe wandern. Weinberge, Trockenmauern, schöne Blumen und verwunschene Gärten und Pfade führen über den Hügel zum Waldheim Wangen, wo Anna Schemberger wahnsinnig leckeres Essen kocht. Oder hoch zur Friedrichsruh, wo man so herrlich auf der Wiese unter den Bäumen Schatten findet.



Ins bunte Leben


Apropos Grün: Habt Ihr schonmal vom Baumhaushotel in Waldenbuch gehört? Das war ein verrückter kleiner Ausflug. Wir übernachteten in einem schiefen, verwinkelten kleinen Hexenhäuschen auf Baumstelzen, das dort zum Ensemble gehört. Unglaublich gemütlich und urig, wenn Ihr mal eine besondere Übernachtung wünscht, besucht das Baumhaushotel!


Mein (fast) neues eBike, das ohnehin schon auffiel (orange mit Regenbogenstreifen), bekam ein neues Kleidchen verpasst: Mit Rahmenfolie in Strickoptik! Ich liebe es sehr! Ich mag es so gerne bunt! Bunt wie meine Regenbogen-Halskette, die ich immer trage, und bunt wie Kettenkarussell fahren auf dem Stuttgarter Wasen! Endlich, nach der Pandemie fand wieder das Volksfest statt! Ich fliege!! Ich liebe den Rummel, die Düfte nach Lebkuchenherzen und gebrannten Mandeln, die Musik, den Lärm, den Trubel, die blinkenden Lichter - alles!! Es ist das pure, wilde Leben!


Ein Höhepunkt des Sommers war das Patti-Smith-Konzert auf der Freilichtbühne Killesberg. Und mein Gott, es war fast wie Klassentreffen: Ich traf noch nie so viele Bekannte auf einem Konzert wie dort! Alle plusminus Fünzig, alle mit der selben Musik sozialisiert! Was für ein Hallo!



Vollbremsung zum Jahresende


Und dann holte mich - nachdem ich mich zwei Jahre lang davor schützen konnte - doch noch Corona ein. Das war natürlich nicht so schön und die Weihnachtspläne mit der Familie fielen flach. Das Gute daran ist aber, dass ich um Weihnachten herum endlich mal die Ruhe und Besinnlichkeit bekam, die ich mir jedes Jahr so sehnlich wünsche: Zack, ausgebremst. Bettruhe. Sofa. Hörbücher. Podcasts. Schlafen. Herrlich. Wenn bald mein Geschmackssinn wieder voll zurückkommt, damit ich die Weihnachtskekse mit Genuss aufessen kann, dann ist alles perfekt.


Ausblick auf 2023


Ich wünsche mir sehr stark, dass sich die Weltpolitik im neuen Jahr entspannt! Vermutlich wird das ein frommer Wunsch bleiben, aber ich sehne mich wirklich nach Frieden und nach der Abwesenheit von Katastrophenszenarios. Wenn ich einen Wunsch beim Universum platzieren kann, dann also bitteschön dies: Frieden in Europa und eine gehörige Portion Verstand für die Politiker aller Länder. Meine Herren, ist denn das so schwer?!


Für die erste Jahreshälfte sind bereits neue Schreibworkshops in der Planung. In der Buchhandlung Pörksen wird es in den nächsten Monaten folgende Themen geben:


  • Hoffnung, Licht und Zuversicht Was gibt mir Hoffnung? Was möchte erhellt werden? Wie kann ich Zuversicht erlangen in Zeiten, die wenig Anlass zur Freude geben?

  • Lebensgeschichten: Fakten und Fiktionen Wie viel Wahrheit steckt in unseren Erinnerungen? Und wie können wir Fiktion und Fantasie für uns nutzen, um sowohl die eigene Lebensgeschichte zu heilen - als auch die unserer Vorfahren?

  • Meiner Seele Fröhlichkeit Was macht mir Freude? Was macht mich froh? Worüber kann ich lachen? Gemeinsam suchen wir den Spaß am Schreiben, am Fabulieren und am Dichten! Niemand muss zum Lachen in den Keller! :-)


Die Termine werden vermutlich gegen Ende Januar feststehen. Schaut dann gerne auf meiner Webseite vorbei oder direkt in der Buchhandlung bei Janka und Florian!


Ich freue mich auch schon besonders auf einen gemeinsamen Schreibworkshop mit meiner Freundin, der Schriftstellerin Nina Blazon, Anfang Juli bieten wir beide einen Workshop im schönen Garten des Garnissonsschützenhauses auf der Dornhalde an: Die Blumen werden uns auf literarische Weise dazu inspirieren, in unsere bunten Seelen zu schauen und poetische Schätze zu heben. Näheres dazu wird dann auf meiner Webseite stehen.


Wichtig meine Lieben ist eines: Zeit zu finden, um die Seele baumeln zu lassen. Das mache ich jetzt, zwischen den Jahren - und sicherlich auch ausgiebig im Frühling, im Herbst und im Winter! Ich hoffe, wir sehen uns, lesen uns oder hören uns in den Pausen zwischen dem Nichtstun! :-)


"Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach da zu sitzen und vor sich hin zu schauen." - Astrid Lindgren







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